TheaterProjekt PLAY TURANDOT

Aus 8 AGs entsteht ein gemeinsames Theaterstück!

Seit September treffen sich unsere 6./7. Klässler der Mittelschule Alteglofsheim in acht AGs zur Erarbeitung eines gemeinsamen Theaterstücks! Dieses Jahr gibt es zwei Schaupiel-AGs. Die Kursleiterinnen haben den Kindern drei unterschiedliche Theaterstücke vorgestellt:

Die Wahl der „SchauspielerInnen“ fiel auf PLAY TURANDOT. Ein modernes Märchen, angelehnt an die Oper TURANDOT von Puccini, in der es darum geht, dass die Tochter des Kaisers von China unabhängig bleiben will und jedem Verehrer drei Rätsel stellt. Kann er sie lösen, wäre die Prinzessin sein – kann er sie nicht lösen, ist ihm der Tod sicher. Auch in unserem Theaterstück geht es um dieses „Kopf-ab-Gesetz“, das die Prinzessin ihrem Vater in der Pubertät abgeluchst hat – und jetzt hat das Kaisserreich den Salat ;0)

Wer sonst noch zum Hofe des Kaisers gehört, welche Gäste an das Stadttor anklopfen und wie überhaupt das Ende der Geschichte sein wird, davon werden wir uns bei den Aufführungen überraschen lassen!

 

Die Tänzerinnen der Tanz-AG flechten ihre selbst kreierten Tänze ein, sei es beim Markttreiben oder zur Ehre des Kaisers von China.

Mit Kostümen der Textil- und Gestaltungs-AG werden die Theater-Figuren lebendig, bunt und sichtbarer. Kreationen entstehen im gemeinsamen Austausch zwischen SchülerInnen und AG-Leitung. Für Elemente auf der Bühne und Requisiten sind die Kinder der Kunst- und Gestaltungs-AG zuständig. So wird die Szenerie zum Leben erweckt! In der Bühnenbau-AG werden die größeren Bauten überlegt und realisiert. Es wird gesägt, gezimmert und verschraubt.

 

In der Musik-AG werden eigene Musikstücke, Klangteppiche und Rhythmen komponiert und improvisiert, um die Handlungen auf der Bühne zu unterstützen und die Stimmungen sichtbarer werden zu lassen.

 

Dieses Jahr ist die Video- und Technik-AG eine neue Ergänzung in unserem Projekt. Die Kinder sind sowohl für Licht und Ton zuständig als auch für Video-Einspielungen, mit denen unterschiedliche Ebenen im Theaterstück bebildert werden können.

Lassen Sie sich überraschen!

Das Projekt ist theaterpädagogisch angelegt, so dass die Kinder in den kreativen Prozess eingebunden sind – und mit ihren Ideen, Vorschlägen und ihren Fähigkeiten gebraucht werden!

 

Am Anfang war es sehr abstrakt für die Kinder: Was soll da am Ende rauskommen? Wie geht das? Warum müssen wir jetzt schon anfangen, wenn die Aufführungen erst am Ende des Schuljahres sind? So lauteten manche der Fragen, die wir in der Zusammenarbeit erlebt haben.

Erst jetzt gegen Ende des Projekts, wenn erste Szenen fertig gearbeitet sind, die Kostüme nach und nach entstehen, die Kinder die Musik hören und die Tänze sehen, wird klar: Das ist eine große Sache, an der wir das Schuljahr über gearbeitet haben – und die Kinder begreifen, worum es geht. Dieser Zug wird spürbar, in dem, wie sie nun dabei sind und sich einbringen. Toll wäre es, wenn die Kinder schon zu Anfang des Projekts erkennen könnten, wo es hingeht und mit dieser Motivation, die jetzt mehr und mehr dazukommt, dabei wären!

In dieser Art von Projekt kann erfahren werden, wie es ist, sich zu zeigen. Vor der AG-Gruppe erstmals die Spielfläche zu betreten und sich hinzustellen und etwas zu spielen, das größtenteils gar nichts mit einem selber zu tun hat: eine Rolle spielen- wie geht das? Wie kann ich etwas spielen, das ich in meinem privaten Leben ganz anders tun würde?? Was mache ich, wenn die anderen lachen oder mich dann komisch oder blöd finden? Wohin mit meiner Unsicherheit? … und sich trotzdem hinstellen und ausprobieren … und versuchen und: spielen! Allen Gefahren und Unsicherheiten zum Trotz – und daraus stark werden. Es ist eine Chance für die Kinder zu merken: Ich kann aus mir herausgehen, mich groß, stark, lächerlich in meiner Theaterrolle zeigen – und mir passiert nichts! Das ist ein großes Wagnis für die SchülerInnen und ich habe Respekt vor jeder und jedem, die sich darauf einlassen. Hut ab!

Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Projektleiter, die jeden Mittwoch zu uns in die Schule gekommen sind und unsere Schüler*innen zu dieser Höchstleitung motiviert haben!