Unser Schulleitungsteam: 

Bettina Hoffmann, Konrektorin,  Elisabeth Frick, Rektorin

 

 

 

 

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

 

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Mitglieder der Schulfamilie,

die Überreichung der Friedenstaube bei unserem Schulfest durch Herrn Schulverbandsvorsitzenden Heidingsfelder an unsere Schule ist mehr als nur ein Symbol:  Das friedliche und gleichberechtigte Miteinander ist bei uns Programm.

Wie wichtig es ist, das höchste aller Menschenrechte, die körperliche und psychische Unantastbarkeit, die Würde des Menschen stets an die erste Stelle aller unserer Überlegungen zu stellen, zeigt sich ganz besonders in den heutigen Tagen. Das humane Zusammenleben aller zu gestalten – im Kleinen wie im Großen – ist DIE Herausforderung unserer Zeit und Aufgabe ALLER.

Offenheit, gegenseitiges Kennenlernen und Solidarität sind nicht nur abstrakte Begriffe, sondern müssen in Gesellschaft, Familie und Schule immer wieder eingeübt, hinterfragt und so mit Leben erfüllt werden. Dies ist unverzichtbar, wollen wir in Frieden miteinander leben.

Wenn wir dies nicht tun, vergessen wir unsere christlich-abendländischen Grundwerte, auf die unser Grundgesetz baut.

Papst Franziskus träumte in seiner Rede anlässlich der Verleihung des Karlspreises Anfang Mai, von einem inklusiven Kontinent. „Einem Kontinent, wo es kein Verbrechen ist, Migrant zu sein.“  Religion schließe niemanden aus, sondern alle ein. Sie versöhne, statt zu spalten. Damit wandte er sich gegen die auch in Europa zunehmenden Versuche, die Menschen mithilfe der Religion gegeneinander aufzubringen.

Achtsam miteinander umzugehen, auch wenn es kulturelle Hürden gibt, ist das Gebot der Stunde. Miteinander sprechen, auch wenn es sprachliche Hindernisse gibt, aufeinander zugehen, auch wenn man Ängste hat: Papst Franziskus hat erlebt, was es heißt, unterwegs zu sein und neu anzufangen, und er, das Migrantenkind, weiß, wie sehr Menschen darauf angewiesen sind, freundlich aufgenommen zu werden.

Ich denke, dies wird die große Aufgabe in unseren Schulen und auch in den Elternhäusern sein: Achtsamkeit im Umgang mit anderen zeigen. Nur durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte unserer Religion, unseres Landes, aber auch der unserer Familien und uns selbst können wir Gemeinsamkeiten finden. So tragen wir zum Verständnis, zu Menschlichkeit und zu Frieden auf allen Ebenen bei.

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. (Laotse -604-532 v.Chr. chinesischer Philosoph)

 

 Elisabeth Frick, Schulleiterin